Dienstag, 12.10.2004
Beweg dich! Bewusst!
Seit geraumer Zeit entbrannte Leidenschaft fuer eine etwas unkonventionelle Sportart, deren Essenz die Aesthetik der menschmoeglichen Bewegung ist. Gekoppelt mit der Philosophie Angsthürden, Gegenstaende, sowie koerpereigene Grenzen gelassen mit wachem klarem Kopf bestimmt anzugehen und noch bestimmter zusaetzlich Eleganz hinter sich zu lassen, glaube ich endlich nach all den Jahren bei dem Sport angekommen zu sein, welcher waerend der Ausuebung gaenzlich physisch und psychisch beansprucht.
Da der Drang des um sich scharen mein penetranter Begleiter ist, bleibt der Versuch nicht aus Mitstreiter fuer die Sache zu rekrutieren. Konfrontiert mit der berechtigten Frage: ?Und was macht man da so??, ist es schwierig die die Pfeiler dieser Sportart verstaendlich naeherzubringen.
LeParkour, so der eigenwillige Name, ist in Frankreich entstanden. Es ist vom koerperlichen Ablauf gesehen ein Zusammenkommen von Rennen, Springen, Turnen und Klettern. Das Umfeld, draußen, nimmt die Position der Huerden ein. Im Idealfall nach jahrelangem Training und astreiner Verfassung kommt die Karte des Aufenthaltsortes ins Spiel:
?Zeichne einen Punkt A und einen Punkt B, zieh eine direkte Linie welche diese Punkte verbindet und lauf los, komme was wolle?
Natuerlich ist der zitierte Satz eine Zier, selbstverstaendlich wird diese Linie vorher genauestens studiert und erkundschaftet, Griffe werden ausprobiert, Abspruenge begutachtet, Fassadenqualitaet geprueft und nicht zu missachten, die Verkehrszeiten ausgelotet. Ein derartig angelegter ?Run? ist also ein geplantes langfristig angelegtes Projekt, auf dessen Ebene ich selbst noch nicht gelangt bin. Die Reaktionen sind unterschieden, von belustigt bis hin zu bedacht. Bislang gelang es mir lediglich wenige Personen zum Training mitzuschleppen, welche jedoch aufgrund innerer Waende nicht weitergemacht haben.
Mich duenkt, Menschen wissen nicht im geringsten wozu ihr Koerper faehig ist. Die Angst vor blauen Flecken, Muskelkater, Erkaeltung und koerperlichen Schmerz ueberhaupt erscheint unueberwindbar.
Mir kommt es manchmal vor, es gibt entweder den absoluten Bewegungsfreak oder den absoluten Bewegungsmuffel, dazwischen existieren die Kosmetiksportler welche sich ihre Koerper in Fitnesszentren vernichten. Vernichten im Sinne von Kraft (und Geld) gegen Motorik, Agilitaet und Schnelligkeit einzutauschen.
LeParkour wird in meinem Umfeld oft mit ?Jackass?-Sport betitelt. Was mich zugegeben etwas stoert.
LeParkour oder generell jeder Sport, veraendert die Sicht auf die Umgebung, von der Bestimmtheit des Umgangs mit Huerden nimmt man ein Stueck mit in das alltaegliche Leben. Man ist viel aktiver auf der Suche nach alternativen Wegen und Moeglichkeiten und oftmals finden sich solche im Bereich des Sozialen.
Hand hoch fuer ein ausgeglicheneres Bewusstsein und staerkeres Koerperbewusstsein im Westen!
Da der Drang des um sich scharen mein penetranter Begleiter ist, bleibt der Versuch nicht aus Mitstreiter fuer die Sache zu rekrutieren. Konfrontiert mit der berechtigten Frage: ?Und was macht man da so??, ist es schwierig die die Pfeiler dieser Sportart verstaendlich naeherzubringen.
LeParkour, so der eigenwillige Name, ist in Frankreich entstanden. Es ist vom koerperlichen Ablauf gesehen ein Zusammenkommen von Rennen, Springen, Turnen und Klettern. Das Umfeld, draußen, nimmt die Position der Huerden ein. Im Idealfall nach jahrelangem Training und astreiner Verfassung kommt die Karte des Aufenthaltsortes ins Spiel:
?Zeichne einen Punkt A und einen Punkt B, zieh eine direkte Linie welche diese Punkte verbindet und lauf los, komme was wolle?
Natuerlich ist der zitierte Satz eine Zier, selbstverstaendlich wird diese Linie vorher genauestens studiert und erkundschaftet, Griffe werden ausprobiert, Abspruenge begutachtet, Fassadenqualitaet geprueft und nicht zu missachten, die Verkehrszeiten ausgelotet. Ein derartig angelegter ?Run? ist also ein geplantes langfristig angelegtes Projekt, auf dessen Ebene ich selbst noch nicht gelangt bin. Die Reaktionen sind unterschieden, von belustigt bis hin zu bedacht. Bislang gelang es mir lediglich wenige Personen zum Training mitzuschleppen, welche jedoch aufgrund innerer Waende nicht weitergemacht haben.
Mich duenkt, Menschen wissen nicht im geringsten wozu ihr Koerper faehig ist. Die Angst vor blauen Flecken, Muskelkater, Erkaeltung und koerperlichen Schmerz ueberhaupt erscheint unueberwindbar.
Mir kommt es manchmal vor, es gibt entweder den absoluten Bewegungsfreak oder den absoluten Bewegungsmuffel, dazwischen existieren die Kosmetiksportler welche sich ihre Koerper in Fitnesszentren vernichten. Vernichten im Sinne von Kraft (und Geld) gegen Motorik, Agilitaet und Schnelligkeit einzutauschen.
LeParkour wird in meinem Umfeld oft mit ?Jackass?-Sport betitelt. Was mich zugegeben etwas stoert.
LeParkour oder generell jeder Sport, veraendert die Sicht auf die Umgebung, von der Bestimmtheit des Umgangs mit Huerden nimmt man ein Stueck mit in das alltaegliche Leben. Man ist viel aktiver auf der Suche nach alternativen Wegen und Moeglichkeiten und oftmals finden sich solche im Bereich des Sozialen.
Hand hoch fuer ein ausgeglicheneres Bewusstsein und staerkeres Koerperbewusstsein im Westen!
Additionen
Erinnert mich an meine frühere Methode, mit dem Auto von A nach B zu fahren - auf der Landkarte eine gerade Linie ziehen und keinen Feldweg auslassen. Man ist zwar extrem lange unterwegs und irrt manchmal orientierungslos in der Gegend herum, kommt aber Land und Leuten sehr viel näher, als wenn man stur auf der Autobahn durch die Landschaft walzt.
Gruß,
Michael Glockenmeier
Michael | 28.06.2006 - 17:45
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